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DE0006305006 630500 -   € -   €
 
 
 

DEUTZ-Aktie: Negativer operating leverage und Einmalkosten belasten


13.08.2012
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Christian Ludwig, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von DEUTZ (ISIN DE0006305006 / WKN 630500) von "kaufen" auf "verkaufen" herunter.

Nach der bereits im Juli veröffentlichten Gewinnwarnung mit vorläufigen Q2-Zahlen, habe DEUTZ nun die Gründe nachgeliefert. Auslöser des starken Nachfrageeinbruches (Motorenabsatz -19,4% in Q2), sei die große Unsicherheit der Kunden über die konjunkturelle Entwicklung.

Zwar helfe der höhere Preis der neuen Motoren mit Abgasnachbehandlung (Tier VI interim) den Absatzrückgang im Umsatz etwas abzumildern, aber der negative operating leverage schlage im EBIT voll durch (BHLe ca. 10 Mio. Euro in Q2). Dazu würden noch rund 5 Mio. Euro Einmalaufwendungen durch die Restrukturierung der Finanzierung (2 Mio. Euro) und Belastungen aus dem JV mit Bosch und Eberspächer (3 Mio. Euro) und 5 Mio. Euro Verlust der at-equity konsolidierten chinesischen Aktivitäten kommen.


Mit einem Rückgang von 20% sowohl yoy als auch qoq auf 310 Mio. Euro sei der Q2-Auftragseingang nicht geeignet, Hoffnung für das H2 zu wecken (book-to-bill: 0,9). Der Auftragsbestand zum Halbjahr sei sogar fast 30% unter Vorjahr. Auch der Auftragseingang im Juli sei laut DEUTZ schwach. Die Hoffnung der Gesellschaft, dass sich in China eine Trendwende abzeichne, würden die Analysten nicht teilen. Cummins habe im Juli seine Absatzprognose für Baumaschinen in China von -15% auf -35% gesenkt.

DEUTZ habe folgende neue Guidance gegeben: Umsatz von 1,3 bis 1,4 Mrd. Euro, was für das H2 eine Umsatzspanne von 620 bis 720 Mio. Euro (-23% bis -11% yoy) impliziere und EBIT-Marge von 3,0% bis 4,0% (39 bis 56 Mio. Euro), was für das H2 ein EBIT von 17,4 bis 34,4 Mio. Euro (-63% bis -26% yoy) impliziere.

Die Analysten würden nicht von einer Erholung in H2 ausgehen und daher das untere Ende der Guidance für realistisch halten. Die unveränderte EBIT-Margenerwartung von DEUTZ für 2013 (6% bis 7%) erscheine den Analysten ebenfalls als nicht erreichbar, sodass eine weitere Guidanceanpassung erfolgen müsse. Mit den schlechten operativen Ergebnissen sei auch die Analystenerwartung für einen positiven Free Cash-flow 2012 hinfällig. Da zudem das Working Capital stark angestiegen sei (+20% yoy trotz Umsatzrückgang), würden die Finanzverbindlichkeiten erheblich steigen.

Nach Anpassung ihrer Zahlen, erhalten die Analysten vom Bankhaus Lampe ein neues Kursziel in Höhe von 3,00 Euro (zuvor: 7,00 Euro) (CF-Yield und Peer-Group) und stufen die DEUTZ-Aktie von "kaufen" auf "verkaufen" herab. (Analyse vom 13.08.2012) (13.08.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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